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Stadtjugendring Kempten


Neu im Verleih: Heißgetränkeautomat und Schwerlast-Rollwagen


Ab sofort gibt es im Verleihsortiment von Stadtjugendring Kempten und Amt für Jugendarbeit der Stadt Kempten einen Heißgetränkeautomat. Eigentlich konzipiert als Einkochautomat eignet er sich hervorragend für die Zubereitung von Tee, Punsch oder Glühwein.

Der Heißgetränkeautomat (Marke PC-EKA 1066) hat ein Fassungsvermögen von 27 Litern (Edelstahlghäuse) und eine stufenlose elektronische Temperaturregelung (30-100°C). Anschlusswerte: 1800W/230V. Leer wiegt der Automat ca. 5kg.

Jugendverbände im Stadtjugendring Kempten und Kreisjugendring Oberallgäu sowie Kemptener Schulen zahlen pro Nutzungstag eine Verleihgebühr von 5 Euro. Für andere Jugendverbände, Schulen, Vereine, Verbände, Organisationen, Träger und Förderer der Jugendarbeit beträgt die Verleihgebühr 10 Euro pro Nutzungstag.

Ebenfalls neu im Verleihsortiment ist eine Schwerlast-Rollwagen mit großen Reifen. Er soll beim Transport von schweren Lasten, wie beispielsweise die Geschirrkisten, dazu beitragen, Rückemprobleme zu vermeiden. Mit den großen Reifen sind dann auch kleinere Stufen und Bodenunebenheiten kein Problem mehr. Zusammengeklappt lässt sich der Rollwagen gut im Kofferraum verstauen.

Die Verleihgebühr pro Tag beträgt für alle Ausleiher einheitlich 2 Euro.

Mehr Infos zum Verleih gibt es unter folgendem Link.





Thema Reiserecht: Wichtige Veränderungen für die Jugendverbände in Bayern


Seit dem 1. Juli 2018 gilt das neue Pauschal-Reiserecht in Deutschland. Betroffen davon sind auch die Jugendverbände als Veranstalter beispielsweise von Freizeiten und Zeltlagern. Eine umfangreiche Information des Bayerischen Jugendrings findet ihr unter nachfolgendem Link.







Thema Aufsichtspflicht: Schwimmbadbesuche mit Kinder- und Jugendgruppen


In Anbetracht des tragischen Freibad-Unfalls einer Achtjährigen im Sommer 2014 und der aktuellen Verurteilung der damaligen Betreuerin wegen fahrlässiger Tötung durch das Amtsgericht Kulmbach zeigen sich einige Jugendverbände besorgt, ob der Besuch eines Freibads o.ä. zukünftig noch möglich oder das Haftungsrisiko zu groß ist. Vor diesem Hintergrund wendet sich der Bayerische Jugendring mit einem Schreiben an alle ehrenamtlichen Jugendleiter_innen in Bayern.





Ferienbetreuung im Schuljahr 2019/2020


Für Schülerinnen und Schüler, die in den Ferien nicht verreisen oder zu Hause nicht betreut werden können, und trotzdem tolle Erlebnisse haben wollen, bietet der Stadtjugendring Kempten im Schuljahr 2019/2020 ein attraktives Ferienprogramm an. Dies beinhaltet altersgerechte Aktivitäten und Ausflüge in Kempten und Umgebung.

Die Kinder werden von pädagogischen Fachkräften des Stadtjugendrings betreut.

Für Schülerinnen und Schüler aller Grundschulen in Kempten, die keine eigene Ferienbetreuung anbieten.

Attraktives Programm in Kempten und Umgebung für 10 Euro pro Kind und Tag (inklusive Programm und Essen).

Herbstferien | 28. bis 31. Oktober 2019 | 4 Tage
Faschingsferien | 24. bis 28. Februar 2020 | 5 Tage
Osterferien | 6. bis 9. April 2020 | 4 Tage
Pfingstferien | 2. bis 5. Juni 2020 | 4 Tage
Sommerferien | 27. Juli bis 7. August 2020 | 10 Tage







Fridays for future:
Stadtjugendring begrüßt Engagement der Schülerinnen und Schüler


500 Schüler „streiken“ und ziehen nach dem Vorbild von Greta Thunberg durch die Kemptener Innenstadt und überbringen Forderungen an den Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Dafür nahmen Teile der jungen Menschen nicht an der letzten Schulstunde am Freitag teil, wobei einige nach der fünften Stunde unterrichtsfrei hatten, oder erst nach der sechsten Stunde zur Demonstration dazu gestoßen sind. Wie soll und kann man dies nun bewerten

Grundsätzlich gibt es im Grundgesetz das „Versammlungsrecht“ als eines der nicht zu veränderten Grundsätze unserer Demokratie. Demgegenüber steht die Schulpflicht, die zu erfüllen ist. Dies kann nun dazu führen, dass die Schüler sanktioniert werden, obwohl sie ihr Versammlungsrecht in Anspruch nehmen. Die Schüler wählen bewusst die sechste Stunde am Freitag aus, damit Sie Aufmerksamkeit der Erwachsenenwelt bekommen. Sie machen in dieser verpassten Schulstunde auf die Klimaveränderung aufmerksam, die u.a. wegen der Schneemassen in den letzten Wochen zu mehreren schulbefreiten Tagen sorgten. Ich denke hier sollten die Schülermittverwaltungen und die Verantwortlichen an den Schulen Gespräche führen und nach gemeinsamen Lösungen suchen wie die zwei Ausgangslagen miteinander vereint werden können.

Aber losgelöst von diesem Konflikt macht es wirklich Sinn, die Forderungen der Schüler und Schülerinnen inhaltlich zu beurteilen und nicht nur aus Sicht als junger Mensch, sondern als mündige Bürger und Bürgerinnen. Denn dies ist schon besonders, dass die lang als „politikverdrossen“ beschriebenen Jugendlichen nicht nur ihren Sorgen und Ängsten Ausdruck verleihen, sondern dass sie auch wirkliche Lösungen und Anregungen für die Problematik für die Kommunalpolitiker*innen benannten. Die Vorschläge sind sehr konkret und durchdacht und starten damit, den Nahverkehr attraktiver zu machen (Kostenreduktion 1 Euro Ticket), sichere Fahrradwege auszubauen und wirklich zu räumen und zu pflegen, die Kombination Nutzung des Nahverkehrs und Fahrrad zu ermöglichen – z.B. durch Fahrradparkplätze am Bahnhof - und die „Vermeidung von überflüssigen Plastikverpackungen“ anzustreben. Darüber hinaus natürlich auch Energie zu sparen und beispielsweise die Schaufensterbeleuchtungen in der Nacht auszuschalten.

Diese Forderungen sind konkret, umsetz- und realisierbar und können auch von den Kommunalpolitiker*innen jetzt selbst angegangen und umgesetzt werden. Ein klares Zeichen für ein bewusstes Leben, für die Übernahme von Verantwortung und für politisches Bewusstsein wurde hier sichtbar. Ich als Vorsitzender des Stadtjugendrings Kempten begrüße sehr, dass junge Menschen sich aktiv und öffentlich für ihre Interessen einsetzen und würde mich sehr darüber freuen, wenn die Schulen von rechtlichen Maßnahmen Abstand nehmen. Die politischen Entwicklungen zeigen, dass politische Partizipation und Bildung wieder sehr wichtig geworden ist.

Ich finde es sehr gut, dass junge Menschen sich aktiv an der Meinungsbildung beteiligen und für ihre Interessen einstehen. Dies ist für mich ein klares, notwendiges und richtiges Signal, dass wir junge Menschen in Entscheidungsfindungen mit einbeziehen sollten und zwar direkt, durch Partizipation und Mitbestimmung und nicht nur durch „Statthalter“. Wir brauchen Methoden und Instrumentarien, die Beteiligung zu ermöglichen und die Energie der jungen Menschen in konkrete Lösungswege zu bringen.

„Wir (die Erwachsenen) brauchen die Herausforderungen der jungen Generation, sonst würden uns die Füße einschlafen“, sagte einst Willy Brandt – ich denke die Herausforderungen von F4F (Fridays for future / Freitage für die Zukunft) müssen wir uns als Erwachsene stellen. Wir sollten es vermeiden, dass wir die wichtige Initiative und Energie mit Sanktionen oder Contras abzuwürgen, sondern wir sollten uns den inhaltlichen Themen annehmen und Verantwortung zeigen. Dann werden die „Streiks“ auch wieder aufhören.

Stefan Keppeler, Vorsitzender Stadtjugendring Kempten





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